Was sind binaurale Beats?


Binaurale Beats sind Klänge, die vom Gehirn wahrgenommen werden, wenn zwei Töne mit leicht unterschiedlicher Frequenz separat abgespielt werden, einer für jedes Ohr. Der Frequenzunterschied zwischen den beiden Tönen erzeugt einen dritten Klang, der als binauraler Beat bzw. Ton bezeichnet wird. Dieser Beat bzw.Ton entsteht im Gehirn. Binaurale Beats helfen nachweislich bei Entspannung, Stressabbau, Angstabbau, verbesserter Schlafqualität und vielem mehr!

Wer entdeckte die binauralen Beats?

Binaurale Beats sind das Ergebnis einer wissenschaftlichen Studie, die 1839 von Heinrich Wilhelm Dove durchgeführt wurde. Der Zweck war zu testen, ob eine Person Töne hören kann, wenn sie jedem Ohr separat dargeboten werden, was als binaurales Hören bekannt ist. In seinem Experiment verwendete er Stimmgabeln und Metronome, die unterschiedliche Frequenzen erzeugten, um zu sehen, ob sie von einem Teilnehmer gehört werden konnten. Was er herausfand, war, dass, wenn zwei ähnliche, aber nicht identische Töne gleichzeitig abgespielt wurden, wobei ein Ton separat in jedes Ohr gesendet wurde, der Zuhörer tatsächlich wahrnahm, dass nur ein Ton vorhanden war! Diese Entdeckung veranlasste Wissenschaftler wie Hermann von Helmholtz und Thomas Young dazu, eigene Studien über die Funktionsweise dieses Phänomens durchzuführen. Die Binaural Beats sind eine Technologie, die das Gehirn in kurzer Zeit in meditative Stadien bringt. Über beide auditiven Kanäle (im Konkreten über das linke und rechte Ohr) werden zeitgleich abweichende Töne abgespielt.

Welche Gehirnwellen gibt es?

Das Gehirn ist ein komplexes und faszinierendes Organ. Es steuert alles, was wir tun, von der Atmung bis zum Denken. Es ist auch die Schaltzentrale für all unsere Gedanken und Handlungen. Das menschliche Gehirn enthält Milliarden von Neuronen, die durch Billionen von Synapsen miteinander verbunden sind. Gehirnwellen werden erzeugt, wenn diese Zellen als Reaktion auf verschiedene Reize oder Bedingungen wie Emotionen, Gedanken, sensorischen Input usw. feuern, aber welche Arten von Gehirnwellen gibt es?

Es gibt fünf verschiedene Arten von Gehirnwellen: Beta, Alpha, Theta, Delta und Gamma. Beta ist eine schnellere Frequenz, die auftritt, wenn Menschen aktiv oder ängstlich sind. Alphawellen treten bei entspannten Bewusstseinszuständen und Meditation auf. Thetawellen treten in tiefer Entspannung auf oder wenn wir uns schläfrig fühlen. Deltawellen treten meist bei Kindern und Erwachsenen auf, die schlafen, können aber auch bei Menschen beobachtet werden, die lange Zeit tief meditiert haben.

ALPHA-WELLEN:

Wenn es Ihnen wie mir geht, dann haben Sie den Begriff "Alphawellen" wahrscheinlich schon ein paar Mal gehört. Aber was genau sind diese Wellen und warum sind sie wichtig? Alphawellen sind eine der fünf verschiedenen Arten von Gehirnwellen, die Ihr Gehirn produziert. Sie variieren in der Frequenz von 8 bis 12Hz und können durch ein Elektroenzephalogramm (EEG) Gerät erkannt werden. Es hat sich gezeigt, dass diese Alphawellen mit ihren beruhigenden Rhythmen Stress reduzieren und Entspannung fördern.
Es wird angenommen, dass Menschen, die mehr Alphawellen produzieren, erfolgreicher sind, meditative Zustände zu erreichen, während diejenigen, die weniger Alphawellen produzieren, dazu neigen, ein hohes Maß an Angst oder Stress zu erleben, wenn sie mit Situationen wie öffentlichen Reden konfrontiert werden. Was bedeutet das also für Sie? Sollten Sie

Sie treten auf, wenn eine Person wach, aber entspannt ist und die Augen geschlossen hat, oder alternativ vor dem Einschlafen in der Nacht. Das Gehirn produziert diese besonderen Arten von Wellen, während es ruhig ist und gut funktioniert. In diesem Blog-Beitrag werden wir besprechen, was sie sind und wie man sie erhöhen kann!

Alphawellen sind die häufigste Art der Gehirnwellenaktivität. Wenn Sie sich in einem Tiefschlaf befinden, sind Ihre Alphawellen auf ihrem Höhepunkt. Alphawellen sind auch während der Entspannung und Meditation vorhanden, so dass sie Ihnen helfen können, sich entspannter zu fühlen.

BETA-WELLEN:

Betawellen werden als Gehirnwellen kategorisiert, die im Bereich von 13-30 Hz liegen. Diese Frequenz wird mit unserem normalen Wachbewusstsein und mentaler Aktivität in Verbindung gebracht. Betawellen können durch ein Elektroenzephalogramm (EEG) nachgewiesen werden, das elektrische Fluktuationen auf der Oberfläche der Kopfhaut überwacht. Diese Betawellen sind das, was wir erleben, wenn wir wach, aufmerksam, mit geistiger Aktivität beschäftigt sind oder einen Sinnesreiz verarbeiten.

Man nimmt an, dass Beta-Wellen ein Zeichen dafür sind, dass Sie sich in einem wachen Bewusstseinszustand befinden. Aber was bedeutet das genau? Beta-Wellen werden in der Regel von EEGs aufgezeichnet, und sie sind die häufigste Art von Gehirnwellen während der wachen Stunden. Sie bewegen sich im Bereich von 12-30 Hz, was schneller ist als Alpha- oder Thetawellen.
Einige Wissenschaftler glauben, dass Betawellen uns dabei helfen, uns auf die anstehenden Aufgaben zu konzentrieren, während sie Ablenkungen herausfiltern. Andere sagen, dass sie nur ein Nebeneffekt erhöhter Neuronenfeuerungsraten sind, die durch erhöhte Erregungsniveaus und Wachsamkeit verursacht werden, die durch Aktivitäten wie Sport, Stress und Koffeinkonsum hervorgerufen werden.

DELTA-WELLEN:

Die Deltawellen sind die langsamsten Gehirnwellen beim Menschen. Sie werden auch "Delta" genannt, weil sie mit einer Frequenz von 1-4 Hz auftreten, was langsamer ist als andere Arten von Gehirnwellen (Alpha, Beta oder Gamma). Deltawellen werden mit Tiefschlaf und Träumen in Verbindung gebracht. Wenn Sie während dieser Zeit träumen, haben Sie vielleicht das Gefühl, dass Ihre Träume realer erscheinen. Das liegt daran, dass unser Gehirn im Schlaf diese Deltawellen produziert, um uns zu helfen, Erinnerungen vom Vortag zu verarbeiten, während wir wach waren.

Wenn Sie jemals einen Traum hatten, der sich so real anfühlte, und dann plötzlich aufgewacht sind, um festzustellen, dass er gar nicht wahr war, können Sie die Erfahrung des Aufwachens aus Deltawellen nachvollziehen. Deltawellen sind ein Bereich der Gehirnaktivität, den wir während des Tiefschlafs oder der Anästhesie erreichen. Sie zeichnen sich durch ihre langsame Frequenz (0-4 Hz) und hohe Amplitude aus. Das Interessanteste an ihnen ist, dass sie sowohl für die Regulierung unseres emotionalen Zustands als auch für die Stabilisierung unserer Physiologie zur Aufrechterhaltung der Homöostase entscheidend zu sein scheinen.

THETA-Wellen:

Thetawellen sind eine Art von Gehirnwellen, die durch eine Elektroenzephalographie (EEG) identifiziert werden können. Der Theta-Zustand liegt zwischen der Tiefschlafphase und dem Wachzustand. Es ist dieser Zustand, in dem wir unsere intensivsten Träume, Kreativität und Intuition haben. In diesem Artikel wird besprochen, was diese Wellen sind und wie sie uns psychologisch und physisch beeinflussen.

Dieser Blog-Beitrag erörtert, was Theta-Wellen sind, ihren Frequenzbereich, wie sie uns psychologisch und physisch beeinflussen, sowie häufige Missverständnisse über sie.
Thetawellen sind eigentlich eine Art von Gehirnwellen, die während des Tiefschlafs und der leichten Meditation vorhanden sind. Sie können auch in den Momenten kurz vor dem Einschlafen oder beim Aufwachen aus einem Nickerchen beobachtet werden. Thetawellen scheinen unsere bewussten Gedanken mit unbewussten Erinnerungen, Emotionen und Empfindungen zu verbinden.

GAMMA-WELLEN:

Gamma-Gehirnwellen sind die schnellsten und höchstfrequenten Gehirnwellen. Sie treten mit einer Rate zwischen 25 und 140 Hz auf. Es wird angenommen, dass sie eine treibende Kraft hinter unserem bewussten Denken sind. Wenn wir uns glücklich oder aufgeregt fühlen, steigen diese Gehirnwellen in ihrer Frequenz an. Es wird angenommen, dass es für uns einfacher ist, auf Informationen aus allen Teilen unseres Gehirns zuzugreifen - nicht nur aus dem bewussten Verstand - wenn Gamma-Wellen dominieren. Dies kann dabei helfen, Erinnerungen abzurufen und Konzepte wie Zeit und Raum besser als sonst zu verstehen!

Was sind die möglichen positiven Auswirkungen von binauralen Beats?

  • Reduzierung von Stress,
  • Reduzierung von Ängsten,
  • Erhöhte Konzentration,
  • Erhöhte Motivation,
  • Erhöhtes Selbstvertrauen,
  • Steigerung der Laune,
  • Steigerung des Antriebs.


Der Zweck der Anwendung mit Binauralen Beats hängt natürlich davon ab, welche positiven Auswirkungen vom Anwender gewünscht sind. So möchten manche Menschen ihre Ängste reduzieren, während andere möglicherweise ihre Konzentration oder ihr Selbstvertrauen steigern möchten.

Kopfhörer aufsetzen und es kann losgehen

Um die gewünschte Wirkung der Binauralen Beats erleben zu können, musst du zunächst Stereo-Kopfhörer aufsetzen, denn die Klänge werden über Boxen keine Auswirkung haben. Warum? Nun, dies liegt daran, dass Binaurale Beats stets aus zwei verschiedenen Frequenzen bestehen, die jeweils nur entweder über das linke oder das rechte Ohr wahrgenommen werden können. Wenn die Musik aus den Lautsprechern ertönt, wirst du von diesen unterschiedlichen Frequenzen nichts mehr mitbekommen.

Zusätzlich ist es wichtig, dass der Sound so wenig wie möglich komprimiert wird. Andernfalls kann es durch eine zu starke Komprimierung dazu kommen, dass wichtige Teile der Beats fehlen.

 

Wissenschaftliche Studien zu binauralen Beats (Quelle: Wikipedia):

Binaural Beats. In: Encyclopaedia Britannica.
↑ M. W. Spitzer, M. N. Semple: Transformation of binaural response properties in the ascending auditory pathway: influence of time-varying interaural phase disparity. In: Journal of neurophysiology. Band 80, Nummer 6, Dezember 1998, S. 3062–3076. PMID 9862906.


↑ Heinrich Wilhelm Dove u. a.: Akustik, Theoretische Optik, Meteorologie. In: Repertorium der Physik. Band 3, 1839, S. 404 in der Google-Buchsuche


↑ G. Oster: Auditory beats in the brain. In: Scientific American. 229(4), Oktober 1973, S. 94–102. ↑ M. H. Thaut: Neural basis of rhythmic timing networks in the human brain. In: Annals of the New York Academy of Sciences. Band 999, November 2003, S. 364–373. PMID 14681157 (Review).


↑ P. A. McConnell, B. Froeliger, E. L. Garland, J. C. Ives, G. A. Sforzo: Auditory driving of the autonomic nervous system: Listening to theta-frequency binaural beats post-exercise increases parasympathetic activation and sympathetic withdrawal. In: Frontiers in psychology. Band 5, 2014, S. 1248, doi:10.3389/fpsyg.2014.01248. PMID 25452734, PMC 4231835 (freier Volltext).


↑ V. Abeln, J. Kleinert, H. K. Strüder, S. Schneider: Brainwave entrainment for better sleep and post-sleep state of young elite soccer players - a pilot study. In: European journal of sport science. Band 14, Nummer 5, 2014, S. 393–402, doi:10.1080/17461391.2013.819384. PMID 23862643.


↑ S. A. Reedijk, A. Bolders, B. Hommel: The impact of binaural beats on creativity. In: Front Hum Neurosci. 7, 14. Nov 2013, S. 786.


↑ C. F. Lavallee, S. A. Koren, M. A. Persinger: A quantitative electroencephalographic study of meditation and binaural beat entrainment. In: Journal of alternative and complementary
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↑ R. Padmanabhan, A. J. Hildreth, D. Laws: A prospective, randomised, controlled study examining binaural beat audio and pre-operative anxiety in patients undergoing general anaesthesia for day case surgery. In: Anaesthesia. Band 60, Nummer 9, September 2005, S. 874– 877, doi:10.1111/j.1365-2044.2005.04287.x. PMID 16115248.


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↑ G. M. Gerken, G. Moushegian, R. D. Stillman, A. L. Rupert: Human frequency-following responses to monaural and binaural stimuli. In: Electroencephalography and clinical neurophysiology. Band 38, Nummer 4, April 1975, S. 379–386. PMID 46818.

Weitere lesenswerte Berichte, Artikel und Reportagen:

https://www.derstandard.de/story/2000063627509/binaurale-beats-musik-soll-kopfschmerzen- lindern

https://www.giga.de/extra/ratgeber/specials/binaurale-beats-gehirnbeeinflussung-durch- schallwellen/

https://www.deutschlandfunk.de/zugriff-aufs-gehirn-mit-neurotools-zum-besseren-ich. 740.de.html?dram:article_id=341279

https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC4428073/

http://news.mit.edu/2015/brain-waves-guide-memory-formation-0223

https://www.mpg.de/8763219/oszillationen-im-gehirn

https://noisey.vice.com/de/article/6ad34a/ich-habe-den-ganzen-tag-audiodrogen-gehoert-732

https://www.sueddeutsche.de/wissen/musikalisches-schlaftraining-einschlafen-mit-hirnwellen- sound-1.837912

https://www.focus.de/wissen/mensch/lernen-wellenreiten-ins-gehirn_aid_227019.html

https://www.deutschlandfunk.de/besser-schlafen-mit-delta-wellen.676.de.html? dram:article_id=21989

https://www.spiegel.de/spiegel/print/d-28956984.html




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